„Mörderstund‘ ist ungesund“

Donnernder Applaus für Verwirrspiel

„Mörderstund‘ ist ungesund“

Theatergruppe der Albert-Schweitzer-Realschule überzeugt mit Groteske

Bruchsal „Drei Leichen und keine von mir – Ich hänge meinen Job an den Nagel“, war das Fazit des Auftrags-Killers „Der Gärtner“ (Robin Straßel)bei der aktuellen Produktion „Mörderstund‘ ist ungesund“ der Theatergruppe an der Albert-Schweitzer-Realschule, ein Stück von Christine Steinwasser. Inszeniert hatten es Pamela Ihle und Stefanie Heissler, die „besten Regisseurinnen der Welt“ wie ein Mitspieler am Ende lauthals verkündete. Vier begeistert gefeierte Aufführungen lieferten die engagierten Schauspieler in der vergangenen Woche ab. Alle hatten sich ihre jeweilige Rolle intensiv angeeignet und agierten – auch in Nuancen – sehr überzeugend.

Das Stück spielt auf Schloss Putzstein, in einem psychiatrischen Sanatorium. Die Patienten sind Nero (Laurentiu Teslevici), Napoleon (Jim Alber), Attila (Mirco Ziegler), Lucrezia Borgia (Leonie Azevedo Soares) und Agatha Christie (Maria Klein). Der Schlossherr Freiherr von Putzstein (Vincenso Mikula) ist so gut wie pleite, seine Lebensgefährtin Dr. Franziska Kümmersbrück (Natalie Belov) leitet das Sanatorium und seine „Ex“, aber Noch-Ehefrau Ägidie Freifrau von Putzstein (Melissa Özogül) will ein Casino daraus machen. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich die Groteske, die dann für alle Überlebenden letztendlich ein befriedigendes Ende findet, nur nicht für Ägidie. Weitere Mitspieler waren Lena Haase (Krankenschwester Agathe), Mary Esam (Köchin), Valentina Vragolic (Anlageberaterin), Mirko Heneka („richtiger“ Gärtner), Larissa Moschinski (Kommissarin Klara Fall), Jana Kauz (Polizistin Mechthild Witzig), sowie Leonie Schlütter als Dienstmädchen. Donnernder Applaus und Rosen waren der verdiente Lohn für die ausdauernde Probenarbeit und eine mitreißende Aufführung.